Für die Energiewende sind viel mehr Sonnen- und Windenergieanlagen nötig
07.05.2018

Erneuerbare Energien weiter auf dem Vormarsch

Laut dem Fraunhofer-Institut ISE wurden von Januar bis April 2018 41% des Stroms durch erneuerbare Energien erzeugt. Das ist ein neuer Rekord. Obwohl die Zubauzahlen im PV-Bereich nun endlich wieder so weit anziehen, dass der von der Bundesregierung anvisierte Zubaukorridor von 2,5 GW nach längerer Zeit wieder in greifbare Nähe rückt, reicht dies bei Weitem nicht aus, um die Energiewende zu vollziehen.
  

Laut Professor Volker Quaschning von der Technischen Hochschule Berlin, müsste hierfür in Deutschland die installierte Gesamtleistung allein im Solarstrombereich bei ca. 415 GW liegen - derzeit sind 43,6 GW installiert. Unter der Annahme, dass die Zubaurate so niedrig bleibt wie derzeit, wäre dieses Ziel erst in etwa 245 Jahren erreicht. Derzeit völlig vernachlässigt ist zudem die Energiewende im Wärme- und Verkehrsbereich. Hier ist der Anteil an regenerativen Energien noch sehr gering und eine Änderung ist nicht in Sicht. Zu berücksichtigen ist auch, dass der Strombedarf stark steigen wird, wenn die E-Mobilisierung in Schwung kommt und auch die Raumwärme vermehrt über z.B. Wärmepumpen mit Hilfe von elektrischer Energie bereitgestellt wird.

Die gute Nachricht: Es gibt nach wie vor eine Vielzahl an ungenutzten, aber für den solaren Einsatz geeigneten Dachflächen und zudem sind Photovoltaikanlagen sehr rentabel zu betreiben.